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Kriminelle Nutzung von Privacy Wallets auf dem Vormarsch – Studie

Privacy Wallets wie Wasabi Wallet ersetzen schnell Coin Mixer als Mittel zum Verstecken von Kryptowährungsspuren.

Die Nutzung von Privacy Wallets durch Kriminelle ist in diesem Jahr stark angestiegen, so eine letzte Woche veröffentlichte Studie der Blockchain-Analysefirma Elliptic. Ihre Daten zeigten, dass, während nur 2% aller kriminellen Erlöse in Bitcoin im Jahr 2019 durch Privacy Wallets verschickt wurden, stieg diese Zahl auf mindestens 13% in diesem Jahr, was die Wäsche von mehr als 160 Millionen Dollar aus Betrug, Diebstahl und Darknet-Märkten darstellt.

Beweise für diesen Anstieg waren in diesem Jahr in den Schlagzeilen zu sehen – da war der Twitter-Bitcoin-Betrug im Juli, bei dem 130 hochkarätige Konten gehackt wurden und Kriminelle mehr als 110.000 Dollar erbeuteten. Im September wurde dann die in Singapur ansässige Kryptowährungsbörse KuCoin gehackt, wobei 280 Millionen Dollar an Krypto-Assets erbeutet wurden.

In beiden Fällen wurden die gestohlenen Gelder anschließend über das Wasabi Wallet gewaschen, eine Open-Source-Wallet, die Privatsphäre bietet. Wasabi Wallet verbindet Menschen, die CoinJoin-Transaktionen durchführen wollen – eine vertrauenswürdige Methode, um mehrere Bitcoin-Zahlungen von verschiedenen Absendern zu einer einzigen Transaktion zusammenzufassen, sodass der Absender und der Empfänger bestimmter Zahlungen für Außenstehende schwer zu ermitteln sind. Wasabi Wallet erleichtert den Nutzern diesen Prozess, indem es die Transaktionen für sie erstellt.

Bitcoin-Wäsche ist nichts Neues – die öffentliche und unveränderliche Natur der Blockchain, in der Transaktionen aufgezeichnet werden, bedeutet, dass die Privatsphäre durch den Einsatz von IP-Adressen-Überwachungsknoten, „Taint“-Analysen, das Verfolgen von Zahlungen, Web-Spidering und viele andere Mechanismen leicht gebrochen werden kann. Daher haben Kriminelle oft nach Wegen gesucht, um die Geldspur vor den Strafverfolgungsbehörden zu verbergen.

Bisher geschah dies meist durch die Nutzung von Mixern oder Tumblern – Dienste, die Coins vom Besitzer trennen, indem sie deren Bitcoin mit anderen Nutzern im Mix-Pool für eine Gebühr zwischen 0,5 und 5 % mischen. Bislang wurden mehr als 2 Milliarden Dollar an Bitcoin durch Mixer verschickt.

Allerdings gibt es Risiken bei der Nutzung von Mixern, wie z.B. dass der anonyme Betreiber mit den eingezahlten Bitcoin verschwindet oder sich als verdeckter Ermittler entpuppt. In der Tat gehen viele Finanzaufsichtsbehörden gegen Mixer-Dienste wie Helix vor, die im Oktober mit einer Strafe von USD 60 Millionen wegen Verstößen gegen den Bank Secrecy Act belegt wurden.

So ist es vielleicht nicht überraschend, dass Kriminelle in den letzten Jahren von der Nutzung von Mixern zur Nutzung von Privacy Wallets übergegangen sind, was eine wachsende Herausforderung für die Strafverfolgungsbehörden, Finanzaufsichtsbehörden und Compliance-Experten darstellt, die versuchen, die Finanzkriminalität im Kryptoraum auszumerzen.

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