Litecoin durch User-Spenden bald auf Wunsch anonym?

Zu den Währungen mit dem besten privaten Abwicklung gehört Litecoin fraglos nicht. Beim Erfolg des aktuellen Spendenaufrufs könnte sich die Lage ändern.

Litecoin macht User bei neuer Funktion zu Geldgebern

Es sind gerade die sogenannten Privacy Coins wie Monero, die vielen Behörden ein Dorn im Auge sind. Vollkommen anonyme Durchführungen von Transaktionen innerhalb der Blockchain, sind nun einmal nicht im Interesse des Staates. Auch die Finanzbehörden freuen sich nicht, wenn Steuerzahler Bitcoin kaufen und die Gewinne nicht ordnungsgemäß versteuern. Ein deutscher Gesetzesentwurf will dies bekanntlich ändern und damit nicht nur Bitcoin und Ethereum den Kampf ansagen. Börsen sollen zukünftig Kundendaten speichern und sammeln. Währenddessen gibt es aus dem Umfeld der Litecoin Foundation einen neuen Spendenaufruf zu einem Projekt, durch das User ausdrücklich verdeckt agieren und Transaktionen ausführen können sollen. Damit würde der Litecoin zumindest in Teilen auf eine Stufe mit der besagten Währung Monero oder auch dem Coin Zcash steigen.

Alternative zum derzeitigen Litecoin-Konzept könnte kommen

Auch wenn dieser Schritt im Gegensatz zu internationalen politischen Bestrebungen zu einer zunehmenden Regulierung der Kryptobranche und auch der Wallets der Anleger steht: In puncto Sicherheit wäre dies für viele Nutzer (in spe) wünschenswert. Denn der Status bei Litecoin ist mit Blick auf Vertraulichkeit bei der Verwaltung der Daten von Nutzern nicht perfekt. Es gab immer wieder mal Kritik an der Praxis bei der Datenspeicherung und dem Umgang mit Transaktionsdaten allgemein. Vollends auf Augenhöhe wird die Litecoin Foundation am Ende nicht mit Monero, Dash und Co. agieren. Zumal es sich lediglich um eine Art „Privacy-Funktion“ handelt, die Kunden bei entsprechender Spendenbereitschaft und Ausführung des Vorhabens aktivieren können. Generell bleibt wohl alles beim Alten. Sollte genug Geld zusammen kommen und das Kunden-Echo auf das Projekt entsprechend groß sein, könnten sie User aber immerhin frei entscheiden. Lege ich Wert auf Anonymität legen oder reicht mir das bisherige System Litecoin?

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Ausführliche Informationen gibt die Foundation nicht bekannt

Details lässt die Foundation derzeit nicht durchblicken. Auch fehlt es weitgehend an Infos, welche Anreize es im Vergleich zur Konkurrenz geben soll. Am ehesten scheint die Wahlmöglichkeit Litecoin in die Hände zu spielen. Denn bei den typischen Privacy Coins haben Nutzer eben keine Wahl. Alle Daten werden stets vollständig verschlüsselt. Zudem steht manche der „privaten Coins“ eher im Ruf, eine Währung für Dark-Net-Nutzer und Kriminelle zu sein. Ob dies nach wie vor der Fall ist, sei dahingehend. Der Ruf schreckt vermutlich manchen Einsteiger ab. Litecoin könnte durch das neue Feature in gewisser Weise eine Brücke zwischen den Welten schlagen. Der neue Spendenaufruf folgt den ersten Ideen der Foundation, die Anfang dieses Jahres bekannt wurden. So hieß es bereits damals, man wolle das Protokoll MimbleWimble als Datenschutz-Grundlage einsetzen. Ob die Pläne abseits des Aufrufs inzwischen eine neue Stufe erreicht haben, ist leider nicht bekannt. Wir bleiben am Ball.

Featured Image: Von Cozine | Shutterstock.com

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