Bitcoin: Wird er im Jahr 2019 die 20.000 Dollar Marke durchbrechen?

Bitcoin und die Hypothesen, dass der Coin 2019 die 20.000 Dollar durchbrechen wird, scheint aktuell sehr unrealistisch, andererseits ist im Feld der Kryptowährung alles möglich wie die Vergangenheit gezeigt hat.

Zeichen stehen gut für eine Kurserholung

Als die Kryptowährung Bitcoin (BTC) im Januar 2018 zu einem bislang nicht dagewesenen Höhenflug ansetzte, sahen manche Experten den Wert schon im sechsstelligen Bereich. Wenige Monate später kehrte die Ernüchterung ein: Der Bitcoin stürzte ebenso schnell wieder ab, wie er auf etwa 19.000 Dollar geklettert war. Schon bald wurde die 10.000 Dollar-Marke wieder durchbrochen, doch diesmal von oben. Der freie Fall hörte erst bei etwa 6.000 US-Dollar auf, über denen sich die Krypto-Coins jetzt seit Wochen halten.

Ganz neu sind diese Schwankungen aber nicht, der Bitcoin hat das schon einmal durchgemacht: Im Jahr 2011 war der Bitcoin im Juli von einem Dollar auf 31 Dollar gestiegen, um im Dezember wieder auf zwei Dollar zu landen. Die erste Bitcoin-Blase war geplatzt. Die zweite Blase kam 2013 als der Bitcoin Kurs von 100 auf 1000 Dollar stieg – und wieder auf 300 Dollar zurückfiel. Das Jahr 2017 war dann von einem stetigen Anstieg geprägt. Im November wurde die 10.000 Marke durchbrochen, im Januar 2018 wurden die 20.000 Dollar nur knapp verfehlt.

Die große Frage ist nun: Pendelt sich der Bitcoin ein, wird er weiter fallen oder wird er aber, wie die Geschichte zeigt, wieder weiter nach oben gehen? Schaut man sich den bisherigen Verlauf der virtuellen Währung an, dann sieht alles nach einer derzeitigen Beruhigung aus, die vor allem durch Gewinnmitnahmen geprägt ist. Sobald diese Verkäufer befriedigt sind, kann es eine erneute Nachfrage geben, die dann wieder zu steigenden Preisen führen kann.

Was spricht für einen Anstieg des Bitcoin?

Bitcoin ist nach wie vor die Leitwährung aller Kryptowährungen. Er hat die höchste Marktkapitalisierung und die größten Anteile an Währungen, die in den Börsen verkauft werden. Geht es dem Bitcoin schlecht, leiden alle anderen Altcoins darunter. Das wiederum stärkt die Position des Bitcoins. Anleger werden eher wieder dem Klassiker vertrauen und Bitcoin kaufen, als sich auf neue Experimente einzulassen. Hinzu kommt, dass viele große Bitcoin-Investoren keine Interesse daran haben, ihre Anlagen loszuwerden. Sie verkaufen nicht, sondern halten ihre Bestände. Ohnehin gibt es Stimmen, die den Bitcoin weniger als eine Währung, sondern eher als eine Anlage sehen, deren Wert wie bei Gold und Diamanten durch die Nachfrage bestimmt wird.  Eine große Rolle werden die Handelsplätze und Broker der Coins spielen. Sie versuchen derzeit, auch private Anleger in Richtung Anlage von Bitcoin und Co. zu bewegen. Firmen wie der Broker eToro setzen dazu noch auf die soziale Komponente, bei der man sich an den Investitionen orientieren kann, die andere erfolgreiche Anleger getätigt haben.

Der amerikanische Venture Capital-Geber Tim Draper hat vorausgesagt, dass der Bitcoin noch in 2018 auf bis zu 100.000 US-Dollar steigen könnte. Da mag vielleicht einiges an Wunschdenken eine Rolle spielen, aber Draper lag schon einmal richtig: 2014 sagte er voraus, dass Bitcoin innerhalb von drei Jahren auf 10.000 Dollar steigen kann. Zumindest für kurze Zeit war das auch der Fall. Sein Argument ist, dass es dramatische Verschiebungen von klassischen Währungen zu Kryptowährungen geben wird. Die meisten Analysten sehen das nicht so, zumal Bitcoin noch zu volatil ist, um wirklich als Währung genutzt zu werden. Man stelle sich nur einmal vor, man hätte auch Schulden in Bitcoin. Tatsächlich gibt es aber einen großen Druck auf das Bankwesen und auch die Landes- und Staatsbanken, grenzüberschreitende Finanzgeschäfte und Transaktionen einfacher und vor allem schneller und billiger zu machen. Genau darin liegen nämlich die Vorteil der Coins: Sie können binnen kurzer Zeit von einem Gerät aufs andere übertragen werden, ohne die klassischen Mittelsmänner.

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Allerdings gibt es auch einige Bedenken, was zumindest den Bitcoin angeht: Die dahinterliegende Blockchain-Technologie mit dem Proof-of-Work-Prinzip ist unter anderem dafür verantwortlich, dass Transaktionen Stunden dauern und auch die Kosten steigen. Sie ist dem Ansturm schlicht nicht gewachsen. Ethereum, einer der bekannten Altcoins, erweitert seine Technologie deshalb jetzt um die neue Proof-of-Stake-Methode, die wesentlich einfacher ist und besser skaliert. Es fallen auch die gigantischen Rechenzentren weg, in denen durch Mining neue Coins geschürft werden und die hohe Energiekosten verursachen. Für Bitcoin dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, wann man ebenfalls den Technologiewandel machen muss. Weitere Probleme könnten auch Regierungen bereiten, die unter dem Druck der Banken-Lobby keine neuen Währungssysteme erlauben wollen.

Bislang hat sich der Bitcoin aber gegen solche Maßnahmen erfolgreich wehren können, und die Stabilität in der Mitte des Jahres 2018 gibt Grund zur Hoffnung, dass es 2019 wieder neue Rekorde geben kann.

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