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„Bison“: Börse Stuttgart startet Krypto Handels App

Die Börse Stuttgart will Ende Januar 2019 die Krypto App „BISON“ an den Start bringen. Über die Plattform sollen vier virtuelle Währungen gebührenfrei und nach deutschen Rechts- und Sicherheitsstandards gehandelt werden können.

Die BISON App wurde durch das FinTech Sowa Labs – eine Tochter der Börse Stuttgart Digital Ventures – entwickelt. Derzeit läuft die Beta-Phase, die im Januar 2019 um zusätzliche Teilnehmer aufgestockt wird. Ende Januar soll die App dann durch jedermann genutzt werden können.

BISON soll Handel vereinfachen

Nach Darstellung der Börse Stuttgart ist BISON die erste App weltweit, hinter der eine traditionelle Wertpapierbörse steht. Hier ließe sich allerdings entgegen, dass z. B. zu den Investoren der Kryptobörse Coinbase auch ICE/NYSE zählt.

Die App soll den Handel mit Kryptowährungen den Entwicklern zufolge deutlich vereinfachen und einen schnellen und unkomplizierten Einstieg ermöglichen. Die Benutzeroberfläche ist in deutscher Sprache verfügbar, die Kontoeröffnung inklusive Identitätsnachweis soll in wenigen Minuten möglich sein. Dementsprechend dürfte ein Videoident Verfahren zum Einsatz kommen.

Krypto Wallets werden bei BISON nicht benötigt. Über die App sollen Kryptowährungen gebührenfrei gehandelt werden können. Auf der Homepage heißt es dazu wörtlich: „Du bekommst den Preis, den du siehst – immer! BISON verlangt keine zusätzlichen Handelsgebühren!“. Somit ist davon auszugehen, dass die Margen in den Kursen platziert werden, wie es verschiedenen Typen von Kryptobörsen bereits heute der Fall ist.

In den FAQ finden sich einzelne weitere Informationen zum Marktmodell der Börse. Demnach tritt BISON als „Vermittler zu den an uns angeschlossenen Kryptohandelsplätzen auf“. Mutmaßlich handelt es sich somit um Market Making, wobei der MM selbst keine Nettoposition in einer Kryptowährung halten muss.

Sichere Verwahrung versprochen

Zunächst werden über die Bison App Bitcoin, Ether, Litecoin und Ripple handelbar sein. Weitere Assets sollen später folgen. In die Anwendung wurde ein KI-Tool integriert. Das „Cryptoradar“ wertet demnach ca. 250.000 Tweets aus der Krypto Community aus zeigt das Sentiment in verschiedenen Währungen an. Benutzer sollen zusätzlich über die wichtigsten Social Trends informiert werden, ohne selbst zahlreiche Nachrichten lesen zu müssen.

Anwender können keine Coins aus ihrer Wallet zu BISON transferieren – der umgekehrte Weg ist jedoch möglich. Zum Leistungsumfang gehört auch die Verwahrung der Kryptowährungen, weshalb für Kunden die gesamte Wallet-Verwaltung entfällt. Ob dadurch auch jedwedes Hackerrisiko ausgeschlossen ist, geht aus den uns vorliegenden Informationen jedoch nicht hervor. Verraten wird lediglich, dass intern ein „mehrstufiges und umfassendes Sicherheitskonzept“ implementiert worden sei. Shorten ist mit BISON nicht möglich – Verkäufe sind lediglich bis zur Höhe des Bestands möglich.

Die App wird ab Ende Januar 2019 für iOS und Android verfügbar sein. Eine Desktopvariante wird es zum Start nicht geben. Voraussetzung für die Nutzung ist ein deutsches Girokonto.

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