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Coinbase unterzeichnet Vertrag über 1,36 Millionen US-Dollar mit der US Homeland Security

In den letzten Wochen erregte Coinbase die Aufmerksamkeit der Aufsichtsbehörden, erhielt aber auch den bisher größten Auftrag seitens einer Regierung

Coinbase, eine der führenden Kryptobörsen der Welt, hat einen Vertrag im Wert von 1,36 Millionen US-Dollar mit dem United States Department of Homeland Security (DHS) unterzeichnet. Der Vertrag ist der größte, den die Krypto-Börse bisher mit einer Bundesregierung abgeschlossen hat.

Die Kryptobörse stellt eine Coinbase-Analytics-Lizenz für die Abteilung Immigration and Customs Enforcement („Einwanderungs- und Zollbehörde“) des DHS bereit. Der Vertrag trat am 16. September in Kraft. Coinbase erhält zunächst 445.000 US-Dollar von der Regierung.

Der Vertrag könnte jedoch bis zu drei Jahre dauern, wobei Coinbase bis zu etwa 1,36 Millionen US-Dollar verdienen würde. Dabei handelt es sich um den zweiten Vertrag, den Coinbase von der Abteilung Immigration and Customs Enforcement des DHS bis jetzt erhalten hat.

Zuvor hatte Coinbase einen Vertrag über 30.000 US-Dollar abgeschlossen, um die Abteilung mit computerforensischen Dienstleistungen zu versorgen. Die Kryptowährungs-Community reagierte auf die Nachricht nicht erfreut. Alex Gladstein, Chief Strategy Officer der Human Rights Foundation, wies darauf hin, dass die Entschädigung im Vergleich zum Umfang der Operationen von Coinbase und dem Risiko, das sie für die Kryptobörse darstellt, zu gering sei.

Das Geld sei für Coinbase im Großen und Ganzen unbedeutend, so Gladstein. Der CEO von Coinbase, Brian Armstrong, versicherte jedoch den Verfechtern des Datenschutzes, dass das Analyseprodukt des Unternehmens keine Daten außerhalb dessen, was auf der Blockchain öffentlich zugänglich ist, bereitstelle. Er fügte hinzu, dass das Produkt keine „Know Your Customer“-Informationen offenlege.

Die Kryptowährungsbörse stand in den letzten Wochen unter Beschuss der Aufsichtsbehörden. Der Vorsitzende der US Securities and Exchange Commission (SEC), Gary Gensler, forderte Coinbase auf, sich bei der Regulierungsbehörde zu registrieren. Laut Gensler sei derzeit keine Bundesaufsichtsbehörde mit der Überwachung der Aktivitäten von Krypto-Börsen betraut.

Darüber hinaus hatte die SEC Coinbase angewiesen, sein Lend-Programm einzustellen, da es angeblich gegen die Security-Gesetze verstoße. Coinbase gab jedoch an, dass die Aufsichtsbehörde keine Beweise zur Untermauerung dieser Ansicht vorgelegt habe.

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