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Cardano wurde für zweite DeFi-Welle konstruiert, so der Gründer

Laut Hoskinson werden Liquidität und Interoperabilität die Zukunft von DeFi bestimmen

Die nach Marktkapitalisierung drittgrößte Blockchain der Welt, Cardano, führte Anfang dieser Woche die Alonzo-Hard Fork ein, die es der Plattform endlich ermöglicht, Smart Contacts und nicht-fungible Token (NFTs) zum Einsatz zu bringen. In einem Interview mit Forkast sprach Charles Hoskinson, der Gründer von Cardano und IOHK, über das regulatorische Labyrinth im Westen, die Zukunft des dezentralen Finanzwesens (DeFi) und über die Bedeutung des Alonzo-Upgrades für die DeFi-Welt.

Hoskinson bestritt, dass der Vorschlag der Securities and Exchange Commission (SEC), DeFi-Projekte nicht von der Regulierung auszunehmen, der regulatorischen Turbulenz beim Initial Coin Offering (ICO) im Jahr 2017 ähneln würde. Er wies darauf hin, dass solche globalen regulatorischen Maßnahmen zwar fragwürdige Kryptoprojekte und Betrügereien beendeten, aber zu einer neuen Generation von Innovationen führten. 

Dies heiße, dass „die nächste Generation von DeFi in den Startlöchern stehe“, erklärte der Geschäftsführer und fügte hinzu, dass ein mögliches regulatorisches Durchgreifen in der Branche in den kommenden Monaten zu erwarten sei. 

Hoskinson erläuterte, dass die Zukunft von DeFi auf der Grundlage von Liquidität und Interoperabilität, d. h. der Fähigkeit, sich über mehrere Handelsketten hinweg zu bewegen, beruhen werde. „Schließlich ist die Vorhersagbarkeit von Kosten so wichtig… Es ist so bizarr, wie wir massive Preisschwankungen für unsere Geschäften einfach hinnehmen,“ fügte er hinzu.

Cardano hatte es verpasst, von der ersten DeFi-Welle zu profitieren, die von Konkurrenten wie Uniswap dominiert wurde. Mehr als 200 Smart Contracts sind derzeit auf der Cardano-Blockchain gelistet und rund 2.200 weitere werden für die Einführung vorbereitet. Allerdings sind alle Smart Contracts momentan zeitlich gesperrt und können bis zur Freigabe durch die Entwickler nicht verwendet werden, nachdem regulatorische und andere Bedenken ausgeräumt wurden.

Laut Hoskinson handle es sich bei dem derzeitigen DeFi-Markt um eine Blase. Er betonte jedoch, dass die Blase nur bedeute, dass der Markt noch dabei sei, den Wert von DeFi zu ermitteln – und nicht, dass der Markt keinen Wert habe. Er behauptete, dass Cardano immer darauf abzielte, an der zweiten Welle von DeFi teilzunehmen und dass die erste Welle nie in Betracht gezogen wurde. 

Hoskinson erläuterte außerdem, warum Cardano für die zweite Welle von DeFi konstruiert wurde: „Wir brauchen Governance, wir brauchen Zertifizierung, wir brauchen Versicherung, wir brauchen Regulierung für diese Dinge, Metadaten-Identität… gleichzeitig muss man dezentralisieren.“ Die zweite Welle ermögliche dies auf einfachere Weise, so sein Fazit.

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