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Finnische Finanzaufsicht schafft klare Krypto-Regulierung

Ab Mai müssen sich Krypto-Anbieter nun bei der finnischen Finanzaufsicht registrieren lassen, um Produkte, Wallets und Coins anbieten zu können.

Finnland will den Markt endlich stärker regulieren

Erst in den vergangenen Tagen war bekannt geworden, dass sich die Regierung Indiens mit der Frage beschäftigt, ob digitale Währungen von Bitcoin über Dash bis Zcash schon bald vielleicht gänzlich verboten werden sollen. Bürger und Unternehmen könnten dann nicht mehr wie bisher Bitcoin kaufen oder andere Kryptowährungen als Investment der Wahl bevorzugen. Pünktlich zum Monatswechsel ist es nun – für manchen Beobachter überraschend – die finnische Regierung, die ihrerseits ein neues Regelwerk für den Umgang mit Bitcoin Börsen und damit natürlich auch der Branche insgesamt ausgibt. Bisher hatte sich die Financial Supervisory Authority (FIN-FSA) relativ bedeckt gehalten, wenn es um das Thema ging, wenngleich dort wie in vielen anderen europäischen Ländern natürlich darüber nachgedacht wurde, wie der Wachstumsmarkt in Zukunft kontrolliert werden soll.

Neben Börsen und Wallets sind auch ICOs betroffen

Dass dabei nun gleich ein ganzer Katalog herauskommen würde, war nicht unbedingt absehbar. Stichtag für die neuen Richtlinien ist auch direkt der erste Mai dieses Jahres. Die Folge für die Branche rund um Wallet Dienstleister, Handelsmärkte sowie Emittenten eigener Coins: Sie benötigen ab sofort eine Registrierung bei Finnlands Finanzmarktaufsicht, um am Markt tätig werden und weiterhin Geschäfte betreiben zu dürfen. Ziel der Maßnahmen ist unter anderem, verschiedene Geschäftsmodelle miteinander kompatibel zu machen. Weiterhin soll mehr Sicherheit für Anleger und Investoren geschaffen werden. Die neuen Regularien für die Zulassung sind klar definiert. Prüfkriterien sind unter anderem die Sicherheit bei der Aufbewahrung und dem Schutz von Geldern der Kundschaft von Börsen, Wallet Diensten und Anbietern von ICOs.

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Unternehmen sollen zeitnah behördlich geschult werden

Auch soll sichergestellt werden, dass die entsprechenden Anbieter zuverlässig arbeiten. Die Einhaltung von Regeln hinsichtlich von Gesetzen gegen Terror und Geldwäsche stehen ebenfalls im Mittelpunkt der neuen Regulierung. Dass dabei auch striktere Kontrollen und mögliche Bestrafungen bei Verstößen gegen Richtlinien eine Rolle spielen, liegt nahe. Die Aufsicht Finnlands will zukünftig nicht tatenlos zusehen, wenn Auffälligkeiten bei Transaktionen und Geschäften erkennbar werden. Denkbar sind dabei Lizenz-Entzüge, wenn Anbieter den rechtlichen Anforderungen nicht gerecht werden. Am 15.05.2019 sollen Schulungen stattfinden, damit Dienstleister nicht mit der Umsetzung der Regeln allein gelassen werden. Anlegerschutz übrigens ist nicht das erklärte Ziel der Entwicklungen bei der Behörde.

Featured Image: Von Millenius | Shutterstock.com

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