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Iran verbietet Krypto-Mining-Aktivitäten für vier Monate

Nach einer Reihe von Stromausfällen in mehreren großen Städten hat die iranische Regierung das Schürfen von Kryptowährungen bis im September verboten.

Der iranische Präsident Hassan Rouhani hat gestern bekannt gegeben, dass die Regierung das Schürfen von Kryptowährungen für vier Monate verboten hat. Das Mining von Bitcoin (BTC) und anderen Kryptowährungen ist bis am 22. September nicht erlaubt.

Diese Maßnahme ergriff die iranische Regierung, weil es in großen Städten im ganzen Land zu einer Reihe von Stromausfällen gekommen war. Die Regierung hat die Dürre, Krypto-Mining und den Anstieg des Strombedarfs während des Sommers für die Ausfälle verantwortlich gemacht. „Das Verbot für das Schürfen von Kryptowährungen tritt sofort in Kraft und gilt bis zum 22. September…Rund 85 % des Krypto-Minings im Iran sind aktuell nicht lizenziert“ , so der Präsident.

Dieser Schritt kam überraschend, da der Iran einer der führenden Krypto-Mining-Hubs der Welt ist. Laut einer neuen Studie entfallen 4,5 % aller Bitcoin-Mining-Aktivitäten weltweit auf den Iran. Die Studie schätzte, dass der Iran mit Krypto-Mining jährlich eine Milliarde US-Dollar generieren könnte.

Der Iran ist eines der wenigen Länder, die Krypto-Mining offiziell legalisiert haben. Das Land verfügt über 50 lizenzierte Mining-Zentren in 14 seiner Provinzen. Darüber hinaus ist der Iran stark von Kryptowährung abhängig, um die aktuellen Wirtschaftssanktionen der USA zu umgehen. Die Miner im Land sind verpflichtet, ihre Kryptowährungen an die iranische Zentralbank (CBI) zu verkaufen. Die CBI nutzt die Kryptowährungen, um Produkte zu importieren und umgeht dabei die Wirtschaftssanktionen.

Trotzdem hat sich die iranische Regierung darüber beschwert, dass das Krypto-Mining ihre Stromversorgung belastet. Laut Tavanir, dem Netzbetreiber des Landes, verbrauchen die Mining-Zentren im Iran etwa 209 Megawatt Strom. Die Regierung hat sich wiederholt darüber beschwert, dass Menschen zu Hause und in Moscheen illegal Kryptowährungen schürfen, was ihre Stromversorgung zusätzlich belastet.

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