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Libra soll trotz Widerstands 2020 als Stablecoin starten

Die zahlreiche Kritik prallt an der Libra Association scheinbar ab. Libra soll wie geplant und mit vielen Partnern in 2020 durchstarten laut Management.

Libra und Kritik – Anbieter gibt sich eher trotzig

Wie heißt es in einer Redewendung so schön: Todgesagte leben länger. Im Hause Facebook bzw. der Libra Association scheint man nach Prinzip „jetzt erst recht“ zu arbeiten. Denn trotz des massiven Widerstands aus der Politik und vonseiten etlicher Zentralbanken will der Anbieter sein Projekt Libra realisieren. Daran änderten auch die letzten Meldungen nichts, die über den Ausstieg von Partnern wie Visa berichteten. Auch die Tatsache, dass Paypal wohl nicht mehr kooperieren möchte, beeinflusst die Zielsetzung der für die Entwicklung verantwortlichen Association nicht. Und so ließ man aktuell verlautbaren, dass man nach wie vor am nicht genau definierten Starttermin im ersten Quartal des neuen Jahres festhält. Grund für das starke und vergleichsweise unbeeindruckte Auftreten: Nach eigener Aussage möchte der Dienstleister seinen Token als Option neben anderen Stablecoin wie etwa dem JPMorgan Coin der gleichnamigen US-Großbank mit 100 Mitgliedern starten.

Libra-Führung hält am bisherigen Plan weitgehend fest

Allzu angeschlagen präsentiert sich der Internetriese Facebook also eher nicht. Zuletzt hatten sogar US-Senatoren mahnende Worte an die Libra Association gerichtet. Im Anschreiben ging es um Lücken im Sicherheitssystem. Sicherheitsprobleme von Facebook, so die Befürchtungen, könnten auch im Libra-System und der zugehörigen Wallet Calibra auftreten. Die Politiker warten, die systematischen Schwächen könnten beim Libra eventuell nicht behoben oder wenigstens abgeschwächt werden. Nicht nur indirekt richteten sich die Worte auch an mögliche Anleger und Unternehmen, die sich für Libra interessieren. Viele Fans des Facebook-Plans sehen das Projekt als Meilenstein für die Kryptowelt von Bitcoin bis Zcash. Der vorübergehende Geschäftsführer der Association, Bertrand Perez, betont in seinen Erwiderungen, dass trotz des Absprungs der weltweit bekannten Partner weiterhin viele große Namen mit an Bord seien.

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Viele Partner, aber wenige bekanntgegebene Namen

Ohne Namen zu nennen, spricht Perez von „etlichen seriösen Firmen“. Von diesen stammen nach seiner Aussage auch einige aus der Bankenwelt und dem Finanzsektor allgemein. Dass man sich mit Namen zurückhält, hat sicher auch den Grund, weitere Hiobsbotschaften wie in der Vergangenheit möglichst auszuschließen. Zeitlich gibt sich der Manager überraschend gelassen. Libra könne ohne Weiteres auch erst zu einem späteren Zeitpunkt die Geschäfte aufnehmen. Anders formuliert: Gut Ding will Weile. Die Vision ist wichtiger als der Zeitpunkt der Libra Einführung. Auf einen zeitlichen Wettbewerb mit beispielsweise Chinas Digital-Yuan lässt sich die Association also gar nicht erst ein. Übrigens: Interesse an einer Libra-Partnerschaft haben angeblich mehr als 1.500 Companys angemeldet. Von diesen erfüllten etwa 180 die Anforderungen vonseiten Facebooks.

Featured Image: Von kaprik | Shutterstock.com

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