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SEC-Vorsitzender teilt Empfehlungen zur Krypto-Regulierung mit dem EU-Parlament

Der SEC-Vorstand wies darauf hin, dass Krypto und Fintech das Potenzial haben, so bedeutend wie das Internet in den 1990er Jahren zu werden

Der Vorsitzende der US-amerikanischen Sicherheits- und Börsenaufsichtsbehörde (SEC), Gary Gensler, erklärte, dass der 2-Billionen-Dollar-Kryptowährungsmarkt mittlerweile zu groß sei, um allein zu existieren. Deshalb müsse er in einen regulatorischen Rahmen eingebunden werden, um zu überleben.

Vor dem Ausschuss für Wirtschaft und Währung des EU-Parlaments betonte Gensler, dass Kryptowährungen und Fintechs eine Rolle bei der Globalisierung der Wirtschaftsströme spielen. Er wies darauf hin, dass diese Technologien so erfolgreich werden könnten wie das Internet in den 1990er Jahren.

Der ehemalige Professor für Blockchain-Technologie am Massachusetts Institute of Technology unterstrich, dass es sich bei Kryptowährungen um einen wahrhaft globalen Vermögenswert handelt: „Es gibt keine Schranken oder Begrenzungen. Sie operieren 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche.”

Die Stimme des SEC-Vorsitzenden trägt zusätzliches Gewicht, da er oft als einer der wenigen Gesetzgeber identifiziert wurde, der die Blockchain- und Krypto-Industrie versteht, die Regierungen auf der ganzen Welt so dringend regulieren wollen.  

Im Einklang mit seiner Ansicht, dass die Verbraucher auf dem Kryptomarkt nicht gut geschützt seien, bekräftigte Gensler vor dem Europäischen Parlament seine regulierungsfreundliche Haltung. Er ergänzte, dass eine solide öffentliche Politik und ein starker Regulierungsrahmen notwendig seien, um Innovationen zu fördern, ohne den Anlegerschutz zu beeinträchtigen.  

Der SEC-Vorsitzende erläuterte, dass dezentrale Finanzplattformen (DeFi), die einen direkten Zugang zu den Anlegern ermöglichen und Zwischenhändler ausschalten, aufgrund des Fehlens „klarer Anlegerschutzverpflichtungen auf diesen Plattformen“ mit dem Risiko von Betrug und Scams verbunden sind.

Er wies auch auf die Bedenken hinsichtlich der Stablecoins hin, die laut der Regulierungsbehörde denjenigen helfen, die versuchen, „eine Reihe von öffentlichen Zielsetzungen zu umgehen“, wie z. B. globale Sanktionen und Anti-Geldwäsche-Schutzmaßnahmen.  

Auf die Frage des finnischen Politikers Eero Heinäluoma nach den Umweltbedenken im Zusammenhang mit dem Bitcoin-Mining räumte Gensler ein, dass die Umweltkosten von Kryptowährungen eine große Herausforderung darstellten. Er wies ferner darauf hin, dass der Stromverbrauch von Bitcoin-Minern höher sei als der Stromverbrauch von Ländern wie den Niederlanden und Schweden und daher nicht ignoriert werden könne.

Die Regulierungsbehörde betonte jedoch, dass sich in der Branche energieeffiziente Technologien wie auf Proof of Stake (PoS) basierende Krypto-Netzwerke entwickeln.

Gensler war kürzlich in den Nachrichten, nachdem die US-Senatorin Elizabeth Warren ein Schreiben von ihm veröffentlicht hatte. Darin erklärte er, dass die SEC mehr Regulierungsbefugnisse für Kryptowährungen benötige, um den Verbraucherschutz besser zu gewährleisten und Sicherheitsvorkehrungen gegen kriminelle Aktivitäten zu treffen.  

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