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Zentralbank von Nigeria verbietet Krypto und triggert wütende Gegenreaktion

Die nigerianische Zentralbank hat am Wochenende zwei Briefe veröffentlicht, die den Banken den Handel mit Kryptowährungen verbieten und klarstellen, dass diese Regel bereits seit Anfang 2017 in Kraft ist

Am Freitag veröffentlichte die Zentralbank von Nigeria (CBN) ein Schreiben an die Finanzinstitute des Landes, in dem es heißt: „… der Handel mit Kryptowährungen oder die Ermöglichung von Zahlungen für Kryptowährungsbörsen ist verboten.“

Der Brief wies die Banken auch dazu an, „… Personen und/oder Unternehmen in ihren Systemen zu identifizieren, die Transaktionen mit Kryptowährungsbörsen durchführen oder solche betreiben, und sicherzustellen, dass solche Konten sofort geschlossen werden“. Die Nichteinhaltung dieser Anweisung würde mit schweren regulatorischen Sanktionen bestraft.

Im Laufe des Jahres 2020 wurden Kryptowährungen, angeheizt durch die Pandemie und die Abwertung der Naira seitens der CBN in Nigeria immer beliebter. Insbesondere junge Nigerianer wandten sich an digitale Währungen, um ihre Ersparnisse vor Erpressung durch die Special Anti-Robbery Squad (SARS) zu schützen und Gelder für Proteste zu sammeln.

Laut Daten von Google Trends  wurde in Nigeria in den letzten 12 Monaten mehr nach dem Begriff „Bitcoin“ gesucht als in jedem anderen Land. Quartz Africa enthüllte am Ende des letzten Jahres, dass Nigeria nach den USA zum zweitgrößten Bitcoin-Markt nach Volumen geworden war.

Nach der Anweisung der CBN kündigte Binance Nigeria an, dass sie Naira-Einlagen aussetzen würde, was zu einer Welle von Gegenreaktionen gegen die Zentralbank führte. Viele meinten, das Verbot sei ein Rückschritt und würde viele Nigerianer dazu bringen, Finanzinstitute komplett zu meiden und sich stattdessen an Peer-to-Peer-Börsen zu wenden.

Nach Reaktionen auf das Schreiben vom Freitag veröffentlichte die CBN am Sonntag einen zweiten fünfseitigen Brief, in dem sie ihre Position begründete. Im zweiten Schreiben wurde klargestellt, dass das erste Schreiben keine Änderung, sondern lediglich eine Wiederholung der Beschränkungen darstelle, die in einem früheren Rundschreiben vom 12. Januar 2017 dargelegt wurden.

Zudem machte die CBN geltend, dass ihre Position kein Ausreißer sei, indem sie 16 andere Länder aufzählte, die die Nutzung von Kryptowährungen eingeschränkt haben, da diese angeblich erhebliche Risiken bergen und für kriminelle Aktivitäten wie Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung genutzt werden.

Der Brief führt verschiedene Einwände gegen Kryptowährungen aus der ganzen Welt auf. So wird z. B. der amerikanische Großinvestor Warren Buffet zitiert, der sie als „Rattengift im Quadrat“ bezeichnete, und Andrew Bailey, der Chef der britischen Zentralbank, der Bedenken wegen ihrer extremen Kursvolatilität äußerte.

Zum Schluss behauptete die nigerianische Zentralbank, dass Nigeria aufgrund seines Zahlungssystems und seiner Initiativen, einschließlich der regulatorischen Sandbox und der Open-Banking-Prinzipien, weiterhin führend in der FinTech-Entwicklung sein werde.

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