Forbes „FinTech50“: Nur noch sechs Blockchain-Unternehmen vertreten

Der Kursverfall an den Kryptomärkten trifft Unternehmen, die mit Bitcoin, Blockchain und Co. in Verbindung stehen. Ganz besonders deutlich zeigt dies nun die Forbes FinTech 50 Liste, die einflussreiche Firmen der Finanztechnologie enthält. Die Zahl der Blockchain Unternehmen innerhalb dieser Liste sank gegenüber dem Vorjahr von elf auf sechs.

Die Forbes FinTech 50 Liste wurde am 4. Februar veröffentlicht. Im Jahr 2018 – damals hatten die Kryptomärkte gerade ihren Höhepunkt überschritten – enthielt diese Liste nach elf Krypto- und Blockchain Unternehmen. In diesem Jahr finden sich auf der Liste nur noch sechs Unternehmen, die in diesem Bereich operieren.

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Krypto runter, FinTech rauf

Das Forbes Magazin weist darauf hin, dass die Investitionen in den FinTech Bereich sich gegenüber dem Vorjahr erhöht damit dem Trend an den Kryptomärkten getrotzt hätten. 20 der in der Forbes 50 Liste enthaltenen FinTechs werden zum ersten Mal aufgeführt. Die Liste enthält eine eigene Kategorie für Krypto und Blockchain. Welche Unternehmen dort gelistet?

BitFury aus Amsterdam konnte 150 Millionen USD akquirieren. Circle aus Boston erreichte Investitionen in Höhe von 246 Millionen USD. Die Kryptobörse Coinbase aus San Francisco schaffte es, 525 Mio. USD Investitionen einzusammeln. Auch Gemini aus New York steht auf der Liste, wobei Forbes hier keine Angaben zur Höhe der Investitionen macht. Ripple erreichte demnach Investitionen von 94 Millionen USD. Das Unternehmen Axoni – rubriziert in der Kategorie Wall Street, jedoch mit Blockchain und Distributed Ledger Technologie operierend – aus New York konnte Investitionen in Höhe von 59 Mio. US-Dollar einsammeln.

Was machen die größten Kryptofirmen?

BitFury hat sich auf die Entwicklung von Blockchain Software für Bitcoin spezialisiert. Circle hatte im vergangenen Jahr den Stablecoin USDC herausgebracht. Im Januar wurde im Zuge einer Prüfung nachgewiesen, dass der Coin ausreichend besichert ist. Gemini ist die Kryptobörse der Winklevoss Zwillinge, die an der Einführung eines Bitcoin ETFs arbeiten. Coinbase ist eine der bekanntesten Kryptobörsen weltweit und bereits seit dem Jahr 2012 am Markt aktiv. Zu den Investoren von Coinbase gehört unter anderem die Börse ICE, die auch hinter dem für 2019 angekündigten Projekt Bakkt steht.

Dass trotz des jähen Absturzes der Kurse von Bitcoin und Co. noch mehr als 10 % der gelisteten FinTechs einen direkten Bezug zu Kryptowährungen und Blockchain aufweisen, kann auch als positives Signal gewertet werden. Schließlich verdeutlicht die Entwicklung, dass nach wie vor großes Interesse an dem Segment besteht und laufend Investitionen getätigt werden.

Gleichzeitig sinken die Hürden für professionelle Finanzmarktakteure, die ihren Kunden Kryptowährungen und damit verbundene Dienstleistungen anbieten möchten. Zuletzt hatte unter anderem die Schweizer Investmentbank Vontobel erklärt, eine integrierte und durchgängige Custody Lösung entwickelt zu haben.

Featured Image: cybrain / Shutterstock.com

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