IWF fordert mehr Regulierung

IWF Chefin Christine Lagarde hat sich für eine stärkere Regulierung des Kryptosegments ausgesprochen. Disruptive Technologien wie DLT hätten einen klar erkennbaren Einfluss auf das Finanzsystem und könnten ohne flankierende Regulierung dessen Stabilität gefährden.

Die IWF Chefin gab dem US TV-Sender CNBC am Mittwoch ein Interview. In dem Gespräch teilte Lagarde ihre Sorge über disruptive Entwicklungen im Zusammenhang mit Kryptowährungen mit. Distributed Ledger Technologien wie diese und andere digitale Assets erschütterten das Finanzsystem, so Lagarde. Die IWF Chefin mahnte, dass Innovation im Bankensektor durch Regulierung begleitet werden müsse, um Stabilität und Vertrauen in das System aufrecht zu erhalten.

„Kryptowährungen haben einen klaren Einfluss auf Finanzsektor“

Lagarde verwies auf die sich wandelnden Geschäftsmodelle von Banken als Beweis dafür, dass Innovationen wie Kryptowährungen einen klaren Einfluss auf den Finanzsektor hätten. „Ich denke das die Rolle der Distributoren und von allem, das Distributed Ledger Technologie nutzt, egal ob es nun um Crypto, Assets, Währungen oder was auch immer geht, dass all dies ganz klar das System erschüttert“ (frei übersetzt).

Solche grundlegenden Veränderungen der Branche müssten durch Regulierung begleitet werden. „Wir wollen keine Innovation, die das System so stark erschüttern würde, dass wir die Stabilität verlieren, die es benötigt“.

Tatsächlich sehen Technologiekonzerne ebenso wie FinTech-Unternehmen den Finanzsektor als Markt mit riesigem Potenzial für disruptive Technologien. Facebook kündigte kürzlich an, eine eigene Kryptowährung zu entwickeln. Apple gab eine eigene Kreditkarte aus.

Banken suchen nach Antworten

Banken suchen noch nach Antworten auf die Entwicklungen – und finden Sie teils schon. Die US Investmentbank J.P. Morgan testet eine Kryptowährung namens JPM Coin. Dieser soll eine Echtzeit Zahlungsabwicklung zwischen Kunden ermöglichen. Auch Goldman Sachs arbeitet an digitalen Banklösungen.

Lagarde fordert von Technologiefirmen, die in den Bankensektor einbringen, eine verantwortungsvolle Haltung. Diese sei notwendig, um diesen Unternehmen vollständig zu vertrauen.

Eine strengere Regulierung wird nicht nur durch den IWF gefordert. Auch die Europäische Wertpapieraufsichtsbehörde ESMA und die Europäische Bankenaufsicht EBA haben diesbezüglich bereits einen Forderungskatalog aufgestellt. Dass Kryptowährungen in Zukunft eine große Rolle spielen können, zeigen auch Experimente bei zahlreichen Zentralbanken. Diese entwickeln sogenannte CBDCs (Central Bank Digital Currencies) unter anderem als Rechnungseinheit.

Einige Stimmen meinen, dass speziell die Kryptowährung Bitcoin in Zukunft einen Marktanteil im Bereich der Krisenwährungen gewinnen könnte. So wurde im Forbes Magazin spekuliert, dass Bitcoin aus Sicht vieler Anleger nach und nach das Profil einer Safehaven Währung gewinne.

In einem Punkt scheinen Kryptowährungen jedoch etwas mit den Aktienmärkten gemeinsam zu haben. Seit die Kurse wieder deutlich steigen, wächst das Interesse vieler Medien. Es häufen sich Berichte in großen Zeitungen und TV-Sendern. Während der Baisse war es dagegen deutlich ruhiger.

Featured Image: Anton Violin / Shutterstock.com

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